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Pfr. H. Lerch-Stiftung St. Laurentiuskapelle Rinkenbergerhof


Es muss mehr geben als alles

(aus Willi Hoffsümmer "255 Kurzgeschichte 182)


Unum solum
„Eines erbitte ich mir vom Herrn, dies eine begehre ich: Dass ich wohnen dürfe im Haus des Herrn alle Tage meines Lebens." (Ps 27,4)

Das war das Motto unter das Pfarrer Hubert Lerch sein Leben und sein priesterliches wirken gestellt hat.

Am 01.03.1995 errichtete er unsere Stiftung und gab ihr den Namen Ptarrer Hubert Lerch Stiftung Sankt Laurentiuskabelle Binkenbergerhof". 
Die Stiftung hat den Zweck. die Kapelle mit ihrem Außengelände zu erhalten und die in der Kapelle stattfindenden Gottesdienste fortzuführen. Pfarrer Hubert ist am 12.11.2021 verstorben. Er wurde seinem Wunsch entsprechend auf dem Geländer seiner Kapelle bestattet.


Auf diesem Weg wollen wir über die Stiftung informieren und insbesondere bekanntgeben,  wann in der Kapelle Gottesdienste stattfinden und wie Si den Weg zur Kapelle finden. 

Unsere Geschichte

Die Kapelle wurde im Jahre 1978 errichtet. Sie geht auf ein Gelübde zurück, das Herr Franz Lerch gemacht hatte. Er wollte die alte Laurentius-Kapelle vom Rinkenbergerhof wieder aufbauen. Vom Lorenzenberg, wo einst die Kapelle stand, ist nur noch ein Steinkreuz übrig. Es stand bis März 1997 in der Nähe der Autobahn an der Straße nach Schifferstadt.

Die jetzige Kapelle steht auf einem Grundstück, das Frau Anna Reiland gestiftet hat. Hergestellt wurde dieses kleine Gotteshaus von der Firma Kimmle in Pirmasens. Architekt war Robert Schneider. Die Genehmigung zum Bau wurde im August 1978 vom Stadtbauamt Speyer erteilt.

Am 12.März 1979 war mit der ganzen Familie Lerch die erste Heilige Messe.
Sie war für Franz Lerch und alle verstorbenen Angehörigen.

Die Kapelle soll sein ein Ort der Einkehr und des Gebetes für alle, die auf den Rinkenbergerhof kommen.
Das ewige Licht weist hin auf den Herrn im Sakrament.

Der Altar, sowie die Stele für den Tabernakel, sind von der Firma Gebrüder Hauck, Maxdorf. Beides wurde für die Kapelle gestiftet.
Die Fenster vorn wurden von Frau Helga Borgemehn-Maurischat, Frankenthal, entworfen und in einer Stuttgarter Werkstatt hergestellt.
Die Fenster am Eingang stammen im Entwurf und in der Ausführung von der Firma Kaschenbach in Trier.
Das Kreuz war früher in der katholischen Schule Maxdorf. Nach Auflösung dieser Schule wurde es der katholischen Pfarrei Maxdorf anvertraut.

Die Platiken 'St.Laurentius' und'Schutzmantelmadonna' sind von Schwester
Renate Betsch O.P, Maxdorf. Gebrannt wurden sie von Herrn Lorenz Eckrich, Schifferstadt.
Das Bild in Kreuzform hinten rechts, ist ein Geschenk der Diözese Posadas, Argentinien, zum Silbernen Priesterjubiläum von Pfarrer Hubert Lerch.
Es wurde im Auftrag von Herrn Bischof Dr.Jorge Kemerer in der dortigen Lehrerakademie angefertigt. Es zeigt die Kathedrale, das Bischofswappen
und die Menschen und das Land.
Grundsteinlegung war am 14.8.1979 mit Bischof Kemerer u. Domdekan Thiebes.

Der Rinkenbergerhof bei Speyer
..Der Rinkenbergerhof liegt etwa 4,5 km nordwestlich vom Stadtkern Speyer im nördlichen Teil der Speyerer Gemarkung. Abseits der verkehrsreichen Straßen schmiegt er sich an den großen Stadtwald an. Einst war der Hof von ihm ganz eingeschlossen Heute breitet sich vor ihm ein weites und ebenes Ackerland aus."
(Fritz Klotz „Pfaälzische Heimatblätter")
Ob der Hof früher ein Dorf war ist nicht näher bekannt. Wichtig war für ihn eine Kapelle die „St.Laurentiuskapelle",das „Lorenzkirchel". Am 10.8.955 war auf dem Lechfeld bei Augsburg eine Schlacht des Reiches gegen die wilden Horden der Ungarn. Es war ein Abwehrkampf des christlichen Europas. In dieser Schlacht fiel Herzog Konrad, der Rote, Graf vom Speyergau. Der Tagesheilige dieser Schlacht war der Märtyrer Lauren-tius. Zur Erinnerung an Konrad wurden überall Kirchen und Kapellen zu Ehren des hl. Laurentius gebaut. Auf einem kleinen Hügel beim Rinkenbergerhof wurde so auch das Lorenzenkirchel gebaut.
Inder 1000-jährigen Geschichte spielte der Rinkenbergerhof auch sonst eine nicht unwichtige Rolle in der freien Reichsstadt Speyer. Ein angesehenes Geschlecht nannte sich „von Rinkenberg*. Mehrere dieser Familie waren Bürgermeister der Stadt: so Claus von Rinkenberg(1374) Claus II,der 1398 als letzter Vertreter der Stadt auf den Reichstag nach Frankfurt entsandt wurde.
Mit der Kapelle wie mit dem Hof ging es in der Geschichte auf und ab. 1273 wird dort ein Beginenkloster erwähnt. Fromme Frauen schlossen sich ohne Gelübde auf einem „Beginenhof" zusammen. 1286 ist der Rinkenbergerhof eine Stiftung zum Unterhalt von zwei Nachtwachenschwestern des Spitals von Speyer. Im Jahre 1418 'wird auf dem Rinkenbergerho ein „Kapellan" mit Namen Tilmann Wack genannt
Um die Jahrhundertwende (18/19) siedelten sich Bauern an. So auch Franz Lerch aus Kirrlach/Baden(Waghäusel). Diese Bauern begannen mit vermehrtem Ackerbau und Viezucht. Franz Lerch fuhr vom Lorenzenhügel - die Kapelle wurde im 30-jährigen Krieg zerstört - Sand ab zum Bauen der Höfe. Da gedieh in ihm der Plan,die alte St. Laurentiuskapelle wieder zu errichten. Dies scheiterte an der Inflation und Geld-entwertung. Er gab seinen Plan als Vermächtnis an seinen Sohn Alfons weiter.
Im Jahre 1978 konnte die Verwirklichung in Angriff genommen werden. Am 12. März 1979 konnte in der kleinen Holzkirche die erste Hl. Messe gefeiert werden. Am 14. August
desselben Jahres war dann die große Einweihung unter Beisein von Bischof Jorge
Kemerer aus Argentinien und Domdekan Bruno Thiebes. Auch der Oberbürgermeister der Stadt Speyer Dr. Roßkopf und andere Prominente waren der Einladung gefolgt.
Auf dem Rinkenbergerhof gibt es zwei Gaststätten. Früher hießen sie einfach „Simon" und „Schuster". Seit der ersten Meßfeier am 12.März 1979 wurde jeden Montag - ohne Ausnahme - um 19 Uhr in der Sommerzeit und um 18 Uhr in der Winterzeit die Eucharistie gefeiert. Dies soll auch in Zukunft so bleiben.
Der Rinkenbergerhof und die St. Llaurentiuskapelle gehören zusammen. Mit dem alten Steinkreuz neben der Kapelle wurde die geschichtliche Verbindung endgültig hergestellt
Dieses Kreuz stand an der Stelle der alten Kapelle.


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